Nächster Vortragsabend

Mittwoch, 20. Mai 2026 um 19 Uhr, Kursaalgebäude Bad Ems

Kaiser Antoninus Pius (138-161) oder Die unermessliche Majestät des römischen Friedens

Wenn jemand in 300 Jahren römischer Kaisergeschichte die zweitlängste Regierungszeit hat, sollte man annehmen, dass er in den Geschichtsbüchern die gebührende Beachtung findet. Und doch wird Antoninus Pius (reg. 138-161) in eben diesen Geschichtsbüchern sehr stiefmütterlich behandelt.  Nicht, weil er als Regent nichts taugte, oder dass er nicht in die Zeit passte oder einen unangenehmen Charakter hatte. Von allem ist das Gegenteil wahr!

Das Unspektakuläre seines Charakters, seiner Herrschaft und seiner Zeit sorgte dafür, dass er lange Zeit übersehen wurde. Dabei ist es keine geringe Leistung, 23 Jahre ein riesiges Reich geräuschlos regiert und ihm den Frieden erhalten zu haben, soweit es an ihm lag.

Das bisher Gesagte soll nicht zu der Annahme führen, der Vortrag am 20. Mai werde von großer Langeweile gekennzeichnet sein. Der Vortragende wird sich im Gegenteil bemühen, das Außerordentliche dieser Herrschaft in ihren verschiedenen Facetten darzulegen und zu untersuchen, was es eigentlich braucht, so viele Jahre vorbildlich zu regieren.

Und es wird auch um den Limes gehen, der ja Bad Ems betraf und den Antoninus Pius vorverlegen ließ ins Germanenland, damit er besser zu verteidigen wäre im Fall des Falles. Dass dieser Fall zu seiner Zeit nicht eintrat, dafür sorgte er.

Peter Hawig ist promovierter Historiker und seit seiner Schulzeit fasziniert vom römischen Imperium und seiner zeitüberdauernden prägenden Kraft.

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